Volkstrauertag 2015 - Gedanken und Gedenken  unter dem Eindruck von Gewalt und Terror

Der Volkstrauertag wurde in der Zeit der Weimarer Republik eingeführt , um nach den Schrecken des  Ersten  Weltkrieges,dem millionenfachen Sterben an der Front und dem großen Elend in der Heimat ein würdigen Erinnerungstag zu haben.

Der Volkstrauertag 2015 war aber nicht nur dem Gedenken der Toten von Krieg und Gewalt der Vergangenheit gewidmet, sondern  gerade zwei Tage nach den furchtbaren Terrorangriffen in Paris standen alle Teilnehmer noch unter dem Eindruck dieser schrecklichen Gewalttaten und Bürgermeister Joachim Rodenkirch  fand in seiner Ansprache würdige Worte, um das Empfinden der Menschen am Ehrenmal und überall im Land auszudrücken.

 

Auch in diesem Jahr wurde die  Gedenkfeier von  Schülern der Clara- Viebig- Realschule plus mitgestaltet.

Unter dem Titel: 1815- 1915- 1945 erinnerten  Schüler der Klassen 10 und 10b an die schwierige Epoche  in unserer Heimat nach der Napoleonzeit, dann an die Schlacht von Gallipoli, 1915, wo tausende Neuseeländer und Australier ihr Leben auf dieser türkischen Halbinsel verloren und dann berichteten sie über das Kriegesende in Wittlich.

Auch über die  ungewissen und von Misstrauen geprägten Zeiten, als die Franzosen 1945 hier in Wittlich die Verwaltung übernahmen.

 

Wer hätte damals ahnen können, dass 2015 das Blasorchester Wittlich am Volkstrauertag vor dem Ehrenmal für die toten Wittlicher die Marseillaise intonieren würde, um  Solidarität zu Frankreich zu bekunden.

 

Die  Gedenkfeier wurde  musikalisch auch umrahmt von Männerchor Wittlich 1852 und dem Quartett 06 und die Feuerwehr Wittlich stellte die Ehrenwache.